El Kongress für pharmazeutische Herstellung und Verpackung (PHARMAP) 2026 Am 20. und 21. April trafen sich in Amsterdam führende Vertreter der pharmazeutischen Industrie zu zwei Tagen intensiver Diskussionen über die Kräfte, die die pharmazeutische Produktion verändern. Der in Zusammenarbeit mit Astellas Pharma Europe, GSK, ESTEVE, Laboratoires Théa und Recipharm organisierte Kongress befasste sich mit globalen Produktionsstrategien, der Resilienz von Lieferketten, Verpackungsinnovationen und vielen weiteren Themen.
Die Eröffnungsrunde mit Führungskräften gab den Ton für die beiden folgenden Tage vor. Die Redner sprachen über die strukturellen Herausforderungen, denen sich der Sektor gegenübersieht – von geopolitischen Umbrüchen bis hin zu den Anforderungen der digitalen Transformation – und machten deutlich, dass die Anpassung an dieses Umfeld mehr als nur Investitionen in Technologie erfordert. Alexios TsamourisDer Vizepräsident für internationale Geschäftsentwicklung bei PHARMAZAC SA brachte es deutlich auf den Punkt: „Der Übergang zur pharmazeutischen Industrie 4.0 erfordert höhere Investitionen in Mitarbeiter, Prozesse und adaptive Entscheidungsfindung sowie eine ständige Fokussierung auf Krisenszenarien und Anpassungsfähigkeit. Darüber hinaus erfordert er agiles strategisches Denken und oft einen flexiblen Investitionsansatz.“
Die Transformation der pharmazeutischen Produktion kristallisierte sich als zentrales Thema der PHARMAP 2026 heraus. Die Teilnehmer analysierten die wachsende Bedeutung von Outsourcing und Auftragsfertigung und betonten die Notwendigkeit starker und ausgewogener Partnerschaften sowie die Wichtigkeit der Entwicklung effizienter Produktionsmodelle, die auf sich ändernde Marktanforderungen reagieren und gleichzeitig Qualität und Zuverlässigkeit gewährleisten.
Die Session zur intelligenten und agilen pharmazeutischen Fertigung untersuchte die neuesten Strategien und Fallstudien. Die Referenten erörterten, wie sich Technologie zur Kostensenkung und Steigerung der betrieblichen Effizienz nutzen lässt, und präsentierten praktische Lösungen und strategische Initiativen für Pharmaunternehmen. Zu den neuen Entwicklungen zählten eine automatisierte Verpackungsmaschine und ein Palettier-Cobot in einer Produktionslinie, branchenspezifische Gleitringdichtungen, Methoden zur Reduzierung von wasserbedingten Zwischenfällen sowie Ansätze zur Senkung der Wartungs- und Energiekosten bei gleichzeitiger Verbesserung der Anlagenverfügbarkeit und der Auditierbarkeit. Trotz des Fokus auf technologische Lösungen… Florian ZwyssigDer Leiter des Bereichs Global Operational Excellence bei Bavarian Nordic gab eine besonnene Erinnerung: Eine erfolgreiche Transformation hängt „zu 70 % von den Menschen, zu 20 % von den Prozessen und nur zu 10 % von der Technologie ab“.
Die Resilienz der Lieferketten wurde gleichermaßen berücksichtigt. Die Teilnehmer erfuhren, wie der Druck der letzten Jahre den Wandel hin zu resilienteren, transparenteren und regional diversifizierten Liefernetzwerken beschleunigt hat. Ton KnipscheerDer CEO der ECPA (European Co-packers Association) betonte, dass Lohnverpackung und Auftragsfertigung keine Nebentätigkeiten mehr seien: Sie seien zu einem entscheidenden Bestandteil der modernen Lieferkettenstrategie geworden, und für die kommenden Jahre werde ein starkes zweistelliges Wachstum prognostiziert.
Die Verpackung blieb ein zentraler Bestandteil der Agenda und spiegelte damit ihre wachsende Bedeutung in der pharmazeutischen Wertschöpfungskette wider. Die Referenten erörterten Patientenorientierung, Verpackungslösungen zum Produktschutz, Markenintegrität und Anwenderfreundlichkeit und zeigten so, dass die Verpackung zu einem strategischen Element geworden ist, das die Herstellungsprozesse mit den Endverbrauchern verbindet. Joost GroenEin unabhängiger Berater für Patientenermächtigung bei Sidewise bekräftigte diesen Punkt: Patienten, die ihre Medikamente verstehen, halten sich tendenziell besser an die Therapie, und das medizinische Fachpersonal fühlt sich dadurch sicherer. Informationen auf das Verständnis des Patienten abzustimmen, argumentierte er, sei eines der praktischsten Instrumente, um die Gesundheitskompetenz im großen Stil zu verbessern.
Das abschließende Panel verband die beiden Tage mit einer zukunftsorientierten Diskussion über die strategischen Prioritäten, die den Sektor in den nächsten drei bis fünf Jahren prägen werden. Die Panelteilnehmer reflektierten die im gesamten Kongress behandelten Themen – Kooperationsmodelle, digitale Transformation, patientenzentriertes Design und Resilienz der Lieferkette – und skizzierten die wichtigsten Chancen und Risiken der Zukunft. Die Veranstaltung bekräftigte die Erkenntnis, dass Erfolg in diesem Umfeld nicht nur technologische Investitionen, sondern auch organisatorische Agilität und die Bereitschaft zur branchenübergreifenden Zusammenarbeit erfordert. Natalia Vtyurina, Präsident der ISPE NL Quality Community of Practice, betonte, wie wichtig es sei, nicht nur in Technologie, sondern auch in Menschen zu investieren.
PHARMAP kehrt 2027 nach Berlin zurück, mit Bayer als Hauptsponsor. Informationen zu Teilnahme- und Präsentationsmöglichkeiten finden Sie auf der offiziellen Website: https://sh.bgs.group/47p


