Die spanische Papierindustrie hat ihre CO₂-Emissionen seit 2020 um 29 % reduziert.

10 Februar 2026

ASPAPER

Die spanische Zellstoff-, Papier- und Kartonindustrie festigt weiterhin ihren Übergang zu einem Industriemodell, das auf Ressourceneffizienz, technologischer Innovation und ökologischer Nachhaltigkeit basiert. Dies spiegelt sich wider in der Nachhaltigkeitsbericht 2024 von ASPAPEL, der spanische Verband der Zellstoff-, Papier- und Kartonhersteller, der die Leistung des Sektors in vier Schlüsselbereichen analysiert: Forstwirtschaft, Produktionsprozess, Kreislaufwirtschaft und soziale Auswirkungen.

Das Dokument spiegelt eine sektorale Strategie wider, die auf der Nutzung natürlicher und erneuerbarer Rohstoffe, der Förderung der Bioökonomie und der kontinuierlichen Verbesserung industrieller Prozesse basiert. Dieser Fahrplan ermöglicht es, Produktionswachstum mit einer Reduzierung der Umweltbelastung in Einklang zu bringen und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors im Kontext der europäischen Dekarbonisierungs- und Reindustrialisierungspolitik zu stärken.

Erklärt Manuel Domínguez, CEO von ASPAPELDer Papiersektor „zeigt, dass Nachhaltigkeit ein echter Hebel für die industrielle Entwicklung ist“ und betont, dass sich die Papierindustrie in einem Szenario, in dem sich die Bioökonomie als strategische Achse der Europäischen Union festigt, „weiterentwickelt, investiert und Wert schafft mit der Überzeugung, dass Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit Hand in Hand gehen müssen“.

Seit 2020 haben die Unternehmen des Sektors laut Angaben des Verbandes mehr als 246 Millionen Euro in Umweltverbesserungen investiert, was etwa 20 % ihrer jährlichen Investitionen entspricht.

Nachhaltige Forstwirtschaft und ländliche Beschäftigung

Das Papier stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern der Region. Im Jahr 2024 wurden 88 % des für die Zellstoffherstellung verwendeten Holzes aus heimischen Plantagen gewonnen. Diese Plantagen dienen als Kohlenstoffspeicher, tragen zum Erhalt der Artenvielfalt bei und stärken die Widerstandsfähigkeit der Wälder gegenüber Risiken wie Waldbränden.

Die Forstwirtschaft des Sektors wird durch unabhängige Zertifizierungssysteme unterstützt: 95 % der Betriebe sind PEFC- und/oder FSC-zertifiziert und garantieren somit gute Managementpraktiken. Diese Plantagen schufen mehr als 4.500 direkte und fast 14.300 indirekte Arbeitsplätze und trugen so zur wirtschaftlichen Revitalisierung ländlicher Gebiete und zur Bekämpfung der Landflucht bei.

Kreislaufwirtschaft und Recycling

Das spanische Papierindustriemodell zählt in puncto Kreislaufwirtschaft zu den fortschrittlichsten in Europa. Im Jahr 2024 recycelten die Fabriken 5,2 Millionen Tonnen Altpapier, wodurch die Recyclingquote auf 83,6 % stieg. Damit bleibt Spanien laut Branchenangaben der drittgrößte Papier- und Kartonrecycler auf dem Kontinent.

Effiziente Produktion und Emissionsreduzierung

Im Produktionssektor setzt die Industrie weiterhin auf kohlenstoffärmere Verfahren. Biomasse und Biogas werden zunehmend in den Energiemix integriert, und der Sektor erzeugt 82 % seines Stroms selbst. Seit 2020 sind die Kohlendioxidemissionen trotz eines leichten Produktionsanstiegs um 29 % gesunken.

Auch das Abfallmanagement hat sich deutlich verbessert: Der Anteil der auf Deponien entsorgten Abfälle konnte in den letzten vier Jahren um mehr als sieben Prozentpunkte reduziert werden, und aktuell werden 78 % der Prozessabfälle wiederverwertet. Im Hinblick auf den Wasserverbrauch hat die Anwendung neuer Technologien und die Optimierung interner Kreisläufe den Verbrauch pro produzierter Tonne gesenkt; 84 % des verwendeten Wassers werden nach der Aufbereitung wieder in die Umwelt zurückgeführt.

Soziale Auswirkungen und Qualität der Beschäftigung

Die Papierindustrie hat eine bedeutende gesellschaftliche Bedeutung. Mit 17.489 direkten und über 87.400 indirekten Arbeitsplätzen zeichnet sich der Sektor durch Stabilität und hohe Beschäftigungsqualität aus: 95 % der Verträge sind unbefristet und 46 % der Beschäftigten verfügen über mehr als 15 Jahre Betriebszugehörigkeit. Darüber hinaus liegen die Unfallraten laut Daten von ASPAPEL deutlich unter dem Branchendurchschnitt.

Insgesamt spiegelt der Nachhaltigkeitsbericht 2024 einen ausgereiften Industriesektor wider, der mit den europäischen Nachhaltigkeits- und Bioökonomiezielen im Einklang steht und über eine solide Grundlage verfügt, um weiterhin Fortschritte in Effizienz, Innovation und Umweltverantwortung zu erzielen.

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