Daniel Martínez, Senior Manager für Geschäftstransformation bei HP

Juli 2 2026

HP

„Ziel ist es, weiterhin Innovationen zu integrieren, damit unsere Kunden qualitativ hochwertiger, effizienter und nachhaltiger produzieren können.“

Anlässlich der FESPA, News Packaging Er interviewte Daniel Martínez, um mit ihm über die neuesten Innovationen von HP zu sprechen, die sie auf der Messe präsentierten, darunter die Serie von HP DesignJet Z6 und Z9 Drucker⁺ PostScript Plus EditionMit dieser Produkteinführung untermauert HP seine Dynamik im Bereich des Großformatdrucks, wozu auch die kontinuierliche Innovation in der Workflow-Automatisierung mit HP PrintOS Production Hub und dem HP Latex FS70 W gehört.

Im vergangenen Jahr eröffnete HP den KI-Hub anlässlich des 40-jährigen Jubiläums seines Kompetenzzentrums in Barcelona. Wie beurteilen Sie das erste Jahr?

Die Eröffnung des Zentrums für Künstliche Intelligenz war ein wichtiger Meilenstein für den Geschäftsbereich und das HP-Kompetenzzentrum in Barcelona. Aktuell arbeiten über 300 Experten an Projekten im Bereich Künstliche Intelligenz, wodurch das Zentrum seine Position als einer der weltweit führenden Standorte des Unternehmens in diesem Bereich weiter gefestigt hat.

Unser Ziel geht weit über die technologische Entwicklung hinaus. Neben der Entwicklung neuer KI-basierter Lösungen arbeiten wir daran, diese Innovationen auf den Markt zu bringen, sie in neue Geschäftsmodelle zu integrieren und Wissen zu generieren, das sowohl unseren Kunden als auch dem gesamten Unternehmen zugutekommt. Dieses gesamte Innovationsökosystem wird von Barcelona aus entwickelt.

Im vergangenen Jahr haben wir bereits mehrere Lösungen auf den Markt gebracht, die vollständig in unserem Zentrum entwickelt wurden. Dazu gehört Nio, eine dialogbasierte Anwendung für die Industrie, die die Interaktion mit Maschinen mithilfe künstlicher Intelligenz ermöglicht. Außerdem haben wir einen Vektorisierungsdienst eingeführt, der gedruckte Pläne in bearbeitbare AutoCAD-Dateien umwandelt, sowie eine Lösung, die aus KI-generierten Konzepten dreidimensionale Projekte für den anschließenden Druck erstellt.

Darüber hinaus arbeiten wir kontinuierlich an neuen Entwicklungen, die wir im Laufe des Jahres ankündigen werden. Einige davon betreffen den industriellen Druck, andere verschiedene Bereiche von HP, wie beispielsweise die PC-Sparte, wo ebenfalls Technologien entwickelt werden, um Modelle künstlicher Intelligenz direkt auf Geräten auszuführen.

Tatsächlich ist einer der wichtigsten Trends die Verlagerung der Rechenleistung von der Cloud auf die Endgeräte selbst. Prognosen zufolge wird der Anteil lokal ausgeführter KI-Prozesse in den kommenden Jahren von derzeit rund 5 % auf fast 50 % im Jahr 2030 steigen. Für HP stellt dies eine strategische Chance dar, da das Endgerät erneut eine führende Rolle im KI-basierten Computing einnehmen wird.

Künstliche Intelligenz beschleunigt die industrielle Automatisierung. Viele Unternehmen sind jedoch besorgt um die Vertraulichkeit ihrer Daten. Wie reagiert HP auf diese Herausforderung?

Das ist eine absolut berechtigte Sorge, die wir in Branchen, in denen Informationen zu den wertvollsten Gütern von Unternehmen zählen, häufig hören. Künstliche Intelligenz bringt enorme Verbesserungen in Produktivität, Automatisierung und Effizienz, doch das sollte nicht bedeuten, dass der Schutz geistigen Eigentums oder vertraulicher Daten vernachlässigt wird.

Deshalb fördern wir ein Modell, bei dem immer mehr KI-Prozesse direkt auf dem Gerät ausgeführt werden. Dieser Ansatz bietet mehrere Vorteile: Er reduziert die Latenz, verbessert die Leistung und stellt vor allem sicher, dass Informationen stets innerhalb der Unternehmensumgebung verbleiben, ohne in die Cloud übertragen werden zu müssen.

In Branchen, in denen Designs, firmeneigene Entwicklungen oder sensible Informationen verwaltet werden, bietet diese Fähigkeit ein wesentlich höheres Maß an Sicherheit, da der Schutz nicht mehr allein von Verträgen oder Datenschutzrichtlinien abhängt, sondern von einer physischen Begrenzung: Die Daten verlassen niemals das Gerät.

Darüber hinaus entwickeln wir bei HP Lösungen wie Boost, mit denen Sie die Rechenleistung mehrerer Geräte innerhalb derselben Organisation nutzen können, um KI-Prozesse verteilt auszuführen, nicht mehr auf Ihrem privaten Gerät, und gleichzeitig die Kontrolle über die Informationen innerhalb des Unternehmens behalten.

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HP hat kürzlich neue Latex-Drucklösungen vorgestellt. Welche Vorteile bieten diese für Druckdienstleister?

In den vergangenen zwölf Monaten haben wir unser gesamtes Latex-Druckportfolio praktisch erneuert. Letztes Jahr führten wir die Serien Latex 730 und 830 ein, gefolgt vom neuen Latex R530, und nun ergänzen wir unser Angebot um den Latex FS70, unser produktivstes Gerät dieser Familie.

Der Latex R530 zeichnet sich als Hybriddrucker aus, der in weniger als zwei Minuten von starren auf flexible Medien umschalten kann – eine Funktion, die derzeit einzigartig auf dem Markt ist und Druckdienstleistern enorme Flexibilität bietet.

Die neue Latex FS70 steigert die Produktivität im Vergleich zur Vorgängergeneration um etwa 30 % und ermöglicht so höhere Produktionsmengen ohne Qualitätseinbußen.

Wir verzeichnen eine hervorragende Resonanz in Anwendungsbereichen wie Dekoration, Wandverkleidungen und Akzidenzdruck. Viele Kunden, die bereits Latex-Technologie einsetzen, möchten ihre Produktivität steigern, während andere, die alternative Technologien nutzen, insbesondere die Automatisierung unserer Anlagen, die Softwareintegration und die Workflow-Optimierung schätzen.

Eine der interessantesten Weiterentwicklungen ist die Integration künstlicher Intelligenz in die Produktionssoftware. Wir haben eine Lösung entwickelt, die niedrig aufgelöste Bilder automatisch erkennt und in druckfertige Qualität aufwertet. Eine Datei mit beispielsweise 96 dpi kann so direkt in den Workflow integriert und automatisch in ein 300-dpi-Bild umgewandelt werden.

Das System optimiert nicht nur die Bilddaten, sondern benachrichtigt den Bediener auch vorab, wenn eine Datei nicht die erforderliche Auflösung aufweist. Dadurch werden Fehler reduziert, die Qualität des Endprodukts verbessert und dem Kunden ein deutlich professionelleres Bild vermittelt, ohne die Produktionszeit oder -kosten wesentlich zu erhöhen.

Welche Lösungen bietet HP im Bereich Verpackung an?

Unser Verpackungsangebot basiert in erster Linie auf den Plattformen PageWide und Indigo, Technologien, die auf die wichtigsten Trends reagieren, die den Sektor derzeit verändern: Personalisierung, Nachhaltigkeit und die Notwendigkeit, immer kleinere Serien mit maximaler Effizienz zu produzieren.

Unser Angebot basiert auf drei Grundpfeilern. Der erste ist die Druckqualität. Sowohl die Farbwiedergabe als auch die Bildschärfe ermöglichen hochwertige Endprodukte – ein besonders wichtiger Aspekt für Marken, die sich im Regal von der Konkurrenz abheben möchten.

Die zweite Säule ist die Effizienz des gesamten Produktionsprozesses. Dabei geht es nicht nur um schnelleres Drucken, sondern auch um die Optimierung von Arbeitsabläufen, die Automatisierung von Prozessen und die Integration von Software zur Produktionsoptimierung. All dies ermöglicht eine flexiblere Reaktion auf die steigende Nachfrage nach Personalisierung und Kleinauflagen – ein Trend, der sowohl von etablierten Marken als auch von Startups mit einem höheren Flexibilitätsbedarf vorangetrieben wird.

Der dritte Schwerpunkt liegt schließlich auf Nachhaltigkeit. Seit Jahren setzen wir uns für wasserbasierte Tintentechnologien ein, die strengste gesetzliche Anforderungen erfüllen und zudem geruchsneutral sind. Dies ist insbesondere in Branchen wie der Lebensmittel-, Spielzeug- und Textilindustrie relevant, wo die gesetzlichen Anforderungen besonders hoch sind.

Unser Ziel ist es, weiterhin Innovationen in Hardware, Software und künstlicher Intelligenz zu integrieren, damit unsere Kunden qualitativ hochwertiger, effizienter und nachhaltiger produzieren und gleichzeitig die Positionierung ihrer eigenen Marken stärken können.

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